Unnötige Niederlage für die Falcons

Als am Freitagabend die Schlusssirene erklang und die 1:2 (0:1/0:1/1:0) Niederlage der Falcons gegen den EV Fürstenfeldbruck feststand, war eine gewisse Fassungslosigkeit bei der Mannschaft und den Verantwortlichen des Vereins zu spüren, denn wieder einmal wurden zuvor eine Vielzahl von Chancen nicht genutzt, so dass man am Ende erneut als Verlierer das Eis verlassen musste.

Der Mannschaft ist angesichts des Willens und der Einsatzbereitschaft kein Vorwurf zu machen, allerdings ist die Chancenauswertung derzeit nicht ausreichend um Spiele auf Augenhöhe für sich entscheiden zu können. Auch gegen den EV Fürstenfeldbruck begannen die Pfrontener stark und nahmen Gäste-Schlussmann Christoph Müller von Beginn an unter Beschuss, allerdings ohne Erfolg. Nachdem die erste Angriffswelle der Falcons etwas nachgelassen hatte, nutzten die Gäste ihre zweite Chance zum 0:1 durch Frederik Hoffmann (Ravensberg/Melcher). Mit diesem Spielstand ging es in die erste Pause. Im Mitteldrittel gelang es den Pfrontenern nicht, eine der drei Überzahlsituationen zu nutzen. Die Crusaders hingegen profitierten von zwei unnötigen Strafzeiten der Falcons und bauten in Überzahl durch Marc-Kevin Stroscher (Hoffmann/Ravensberg) die Führung auf 0:2 aus. Auch im Schlussabschnitt konnten die Hausherren mehrere Strafzeiten der Gegner nicht nutzen, immer wieder scheiterten die Spieler um Trainer Gebhardt Dominic an Christoph Müller, der sich im weiteren Verlauf der Partie den Unmut der Zuschauer auf sich zog, als er insgesamt fünfmal das Tor verschob und somit das Spiel unterbrochen werden musste. Als die Unparteiischen dies als Regelverstoß ahndeten und den Torhüter mit einer Strafzeit belegten, ergab sich erneut eine gute Möglichkeit für die Pfrontener, da zeitgleich noch ein weiterer Spieler der Gäste auf die Strafbank musste. Nachdem bereits über eine Minute der Strafzeiten abgelaufen waren und kaum mehr einer an einen Torerfolg der Falcons glaubte, nagelte Joel Titsch (Böck/Hruska, Lukas) die Hartgummischeibe unhaltbar oben rechts in den Winkel. Die Freude im Lager der Pfrontener war angesichts des Anschlusstreffers verständlicherweise groß, allerdings waren nur noch knapp dreieinhalb Minuten zu spielen. Diese kurze Zeit sollte am Ende nicht mehr reichen, denn die Fürstenfeldbrucker verstanden es, die Zeit souverän herunterzuspielen und auch das von Christoph Müller gehütete Tor, blieb ebenso wie der Schlussmann bis zum Ende standhaft. Die Falcons mussten somit zum Auftakt der Abstiegsrunde eine empfindliche Niederlage gegen einen Gegner hinnehmen, der spielerisch nicht besser war, allerdings seine Chancen konsequenter zu nutzen wusste. Strafzeiten: EV Fürstenfeldbruck: 24 Minuten; EV Pfronten: 18 Minuten

Knaebel, Jochen

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