Pfronten vergibt spät, möglichen Sieg

Am Ende des Spiels des EV Pfronten gegen den ESV Buchloe wusste man das Ergebnis von 4:5 (2:2/0:1/2:1/0:1) nicht so Recht einzuschätzen, denn auf der einen Seite war ein Punktgewinn gegen den Bayernligaabsteiger und Tabellenvierten nicht unbedingt erwartet worden, auf der anderen Seite jedoch fehlte am Ende nur eine Sekunde um sogar einen Heimsieg einzufahren.

Die Begegnung begann ganz nach Geschmack von Buchloes Trainer Alexander Wedl, denn seine Mannschaft konnte durch Marco Göttle (Wittmann) in der 10. Minute in Führung gehen, welche nur zwei Minuten später durch Thomas Spegele auf 0:2 ausgebaut werden konnte. Als die Piraten scheinbar ihrer Favoritenrolle gerecht wurden, schlugen die Pfrontener jedoch plötzlich zurück. Zunächst gelang Benjamin Gottwalz in der 18 Minute auf Zuspiel von Johannes Friedl und Jörg Neumann der Anschlusstreffer zum 1:2, eine Minute später gelang Johannes Friedl sogar das 2:2 noch vor der ersten Pause. Im Mitteldrittel musste Pfrontens Andreas Tröber nach einem üblen Foulspiel von David Vycichlo verletzungsbedingt vorzeitig die Partie beenden, Buchloes Spieler erhielt für diesen Bandencheck eine Spieldauerstrafe und musste ebenfalls vom Eis. Die Falcons konnten diese Überzahlsituation im Anschluss allerdings nicht nutzen und mussten sogar einen Treffer hinnehmen, nachdem Alexander Krafczyk im Alleingang die Pfrontener Hintermannschaft narrte und zum 2:3 einnetzte. Bei diesem Spielstand ging es auch in das Abschlussdrittel, in welchem Moritz Lochbihler nach 109 Sekunden nach Wiederbeginn zum 3:3 einschoss. Nur knapp vier Minuten später sollte es sogar noch besser kommen für die Falcons, als Dennis Gröger (Hruska, Ladislav) die Seinen zum ersten Mal an diesem Abend in Führung brachte. Im Anschluss daran haderten die Gäste mit den Entscheidungen der Unparteiischen und es ergaben sich einige Überzahlspiele für die Hausherren, die jedoch nicht genutzt werden konnten. Buchloe schien nun am Ende die Zeit auszugehen, Trainer Alexander Wedl, nahm bereits seinen Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und es waren nur noch Sekunden zu spielen. Der letzte Angriff, eingeleitet über Simon Beslic, brachte die Scheibe zu Robert Wittmann, der wiederrum den freigelaufenen John Boger erkannte und diesen mustergültig bediente, dieser ließ sich die Chance nicht nehmen und traf eine Sekunde vor Ende der Begegnung zum 4:4. Somit musste die Entscheidung in der Verlängerung gefunden werden, als auch hier nur noch wenige Sekunden zu absolvieren waren, waren es wieder die Gäste, diesmal in Person von Timo Rauskolb, der zum 4:5 einschoss und somit die Partie beendete. Die Falcons konnten am Ende zwar stolz sein, gegen eine der Topmannschaften der Liga gepunktet zu haben, aufgrund des Spielverlaufs trauerte man jedoch auch der vergebenen Chance auf einen möglichen Sieg nach. So sahen es auch die beiden Trainer in der Pressekonferenz: Buchloes Trainer Alexander Wedl: „Ich habe heute wohl das schlechteste Spiel meiner Mannschaft in der laufenden Saison gesehen. Ich bin insbesondere mit der Leistung des ein- oder anderen Leistungsträgers nicht zufrieden. Wir sind bereits für die Aufstiegsrunde qualifiziert und wir wollten heute versuchen uns keine unnötigen Sperren oder Verletzungen einzufangen, auch das ist uns heute leider nicht gelungen. Pfronten hat es heute gut gemacht, ich denke man kann heute durchaus von einem glücklichen Sieg sprechen“. Pfrontens Trainer Gerhard Koziol sah es ähnlich, „Ich denke, meine Mannschaft hat das heute gut gemacht und über 60 Minuten hinaus eine Topmannschaft vor große Probleme gestellt, sicher ist es bitter eine Sekunde vor Schluss noch den Ausgleichstreffer zu bekommen, aber so ist eben der Sport. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, sie hat heute alles gegeben und sich zumindest diesen einen Punkt verdient“.

Strafzeiten:

ESV Buchloe: 24 Minuten + 10 Minuten für Krafczyk + 5 Minuten + Spieldauer für Vycichlo;

EV Pfronten: 12 Minuten + 10 Minuten für Albl.

 

 

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