Insgesamt dreizehn Tore bekamen die Zuschauer beim 1. Playoffspiel des TSV Trostberg gegen den EV Pfronten am Freitag Abend im Rainer-Roßmanith-Eisstadion zu sehen, ein Umstand der mehr die Fans, als die Trainer der beiden Mannschaften erfreut haben dürfte. Kurz nach Beginn der Begegnung mussten die Falcons wieder einmal in eigener Überzahl einen Gegentreffer hinnehmen, als Wayne Grapentine (Dvorak) aus spitzem Winkel zum 1:0 traf. Nach Ablauf der Strafzeit der Gäste zog Eugen Scheffer in der 9. Minute von der blauen Linie ab und erzielte den 1:1 Ausgleichstreffer. In der 12. Minute erneut Strafzeit gegen die Hausherren und nachdem die Ostallgäuer erst einen weiteren Unterzahltreffer durch Petr Dvorak (Zak/Grapentine) zum 2:1 hinnehmen mussten, nutzte Domenik Timpe (Decker/Scheffer) in Überzahl dann einen Abpraller zum erneuten Ausgleich. 40 Sekunden später brachte Ladislav Hruska auf Zuspiel von Edgar Simon mit einem satten Schuß die Falcons erstmalig in Führung. Nun waren es die Hausherren, die noch vor der ersten Pause in Überzahl zum 3:3 durch Michal Zak (Dvorak/Grapentine) trafen, ehe das ereignissreiche 1. Drittel zu Ende ging. Aber auch im Zwischenabschnitt sollten die Zuschauer einiges geboten bekommen. Den Anfang machte Edgar Simon (Keller) der in der 23. Minute die Gäste wieder in Front brachte, ehe die Oberbayern durch einen Doppelschlag innerhalb 28 Sekunden durch die Treffer von Nico Roßmanith (Dvorak/Zak) und Dennis Ladigan (Wehle) auf 5:4 stellten. Trainer Andreas Schweinberger wechselte daraufhin die Torhüter und brachte Dominik Gimbel für Pascal Lorenz. In der 36. Minute beendete Filip Matejka die längste, knapp 8 Minuten währende torlose Phase des Spiels mit seinem Treffer zum 5:5. Mit diesem Zwischenstand ging es in das Abschlussdrittel, in dem Niklas Ditsch in der 43. Minute die Falcons wieder in Führung brachte, ehe die Chiefs durch Thomas Plenk in Überzahl in der 49. Minute zrückschlugen. Nach diesem Treffer konnten sich die Pfrontener trotz mehrminütiger Unterzahl schadlos halten. Die Begegnung ging nun in die entscheidende Phase und die Spannung war nahezu greifbar. Auf Seiten der Gäste sorgte Miroslav Dobner (Decker/Timpe) in der 56. Minute mit seinem Treffer zum 6:7 für großen Jubel. Nun waren die Trostberger gefordert, die nun auf den Ausgleich drängten, allerdings zunächst in Unterzahl agieren mussten. Nach Ablauf der Strafe erhöhten die Gastgeber noch einmal den Druck auf das Pfrontener Gehäuse, doch die Defensive der Falcons, um Schlussmann Gimbel hielt erfolgreich entgegen und sicherte sich den ersten Sieg der Playoffs. Erleichtert und erfreut zeigten sich auch die Verantwortlichen des EV Pfronten, die angesichts des wilden Spielverlaufs aber auch gleich auf die Euphoriebremse traten, „Wir können uns heute kurz über den Sieg freuen, aber wir haben erst einen wichtigen Schritt gemacht, jetzt sind wir am Sonntag gefordert. In den Playoffs ist vieles möglich, noch haben wir nichts erreicht“, so das Fazit von Trainer Andreas Schweinberger und Co-Trainer Tobias Trinkner nach dem Auswärtssieg.
Strafzeiten: TSV Trostberg: 12 Minuten, EV Pfronten: 8 Minuten + 5 Minuten für Simon
Knaebel, Jochen



