Eines Vorneweg: Die Zuschauer bekamen am Freitag Abend in Lechbruck auch im dritten Ostallgäuderby alles geboten, was es ausmacht, Tore, Führungswechsel und auch die ein oder andere körperliche Auseinandersetzung. Am Ende konnten sich die Hausherren knapp mit 5:4 (1:3/3:0/1:1) gegen die Pfrontener durchsetzen. Den ersten Treffer setzten die Hausherren durch Paolo de Sousa (Roberts) in der 7. Minute, dem ein unnötiger Scheibenverlust der Falcons vorausging. Die Gäste ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und antworteten vier Minuten später mit dem Ausgleichstreffer durch Domenik Timpe (Dobner). In der 12. Minute gingen nun die Gäste in Führung, als Lukas Hruska (Böck/Richter) von der blauen Linie abzog und die Scheibe ihren Weg ins Lechbrucker Gehäuse fand. Und es sollte noch besser kommen für die Pfrontener, da Edgars Veilands in der 19. Spielminute eine schöne Kombination mit Miroslav Dobner zum 1:3 abschließen konnte. Kurz darauf scheiterte Maximilian Decker nur knapp am Torgestänge, bevor sich die Gäste durch zwei unnötige Strafzeiten wieder einmal selbst schadeten. Diese 5:3 Überzahlsituation nahmen die Hausherren gerne an und verkürzten kurz nach Beginn des Mitteldrittels durch Paolo de Sousa (Lepore) auf 2:3. Nun hatte Pfrontens Leon Richter das 2:4 auf dem Schläger, scheiterte mit seinem Versuch jedoch am Pfosten. Fast im Gegenzug war es dann Marius Keller (Köpf) der zum 3:3 traf. Kurz darauf gerieten Pfrontens Filip Matejka und Lechbrucks Marius Hack aneinander, so dass für beide aufgrund Spieldauerstrafen die Partie vorzeitig beendet war. Somit kam auf Seiten der ohnehin dezimierten Falcons U20 Spieler Noah Egger zu seinem ersten Einsatz in der ersten Mannschaft. Den nächsten Rückschlag für die Falcons gab es dann in der 29. Minute, als Marcus Köpf (Maucher) die Flößer mit 4:3 in Führung brachte. Bei diesem Spielstand ging es in die zweite Pause. Im Schlussabschnitt schlugen die Gäste durch Domenik Timpe (Decker/Dobner) in der 45. Minute und dem 4:4 zurück und erneut war der Ausgang des Derbys völlig offen. In der 46. Minute war dieses dann auch für Lukas Hruska und Samuel Holzmann aufgrund ausgesprochener Spieldauerstrafen vorzeitig beendet. Da die Schiedsrichter den Pfrontener Spieler zusätzlich mit einer fünf Minuten Strafe belegten und kurz darauf auch noch eine kleine Strafe gegen die Falcons aussprachen, ergab sich für die Flößer erneut die Chance in doppelter Überzahl. Zehn Minuten vor dem Ende war es dann tatsächlich soweit, als Richard Schratt (Köpf/Köpf) diesen Vorteil zum 5:4 Treffer nutzen konnte. Die Mannschaft von Trainer Andreas Schweinberger und Co-Trainer Tobias Trinkner gab sich nicht auf und drängte weiter auf den Ausgleich. Wenig hilfreich war in dieser Phase eine weitere fünf Minütige Strafzeit, welche die Schiedsrichter nach einem Revanchefoul gegen Ladislav Hruska in der 58. Minute aussprachen, so dass die Hausherren mit einem Mann mehr auf dem Eis keine weiteren Treffer mehr zu ließen. Wie auch im letzten Spiel waren die Überzahlspiele spielentscheidend, welche die Flößer besser und zu zwei Treffer zu Nutzen wussten. Neben der Niederlage werden die zuletzt ersatzgeschwächten Pfrontener nun auch noch auf die beiden gesperrten Spieler verzichten müssen, was die anstehenden Aufgaben sicherlich nicht leichter machen wird.
Strafzeiten: ERC Lechbruck: 57 Minuten, EV Pfronten: 67 Minuten
Knaebel, Jochen



