Nach 9 Spielzeiten in der 1. Mannschaft, hat Florian Lipp seinen Rücktritt erklärt. Mit dem Abgang des 30jährigen verliert das Team eines seiner bekanntesten Gesichter. Lediglich eine Fußverletzung brachte den zuverlässigen Verteidiger um mehr als die stolze Anzahl von 169 Hauptrundenbegegnungen. Jetzt beginnt für den frisch gebackenen Vater ein neuer Abschnitt, ein Grund mehr ihn dazu zu befragen.
Frage: Servus Flo, wie geht es Dir, vermisst Du bereits das Trockentraining?
Antwort:
Da bleibt nur ein müdes grinsen. Ich habe schon gemerkt, dass mir Bewegung in irgendeiner Art und Weise fehlt, aber die Quälereien im Sommertraining vermisse ich keines Wegs. Da freut es mich umso mehr wenn ich die Jungs treffe und sie sich über Muskelkater beklagen.
Frage: Du bist nach der letzten Saison, trotz gerade einmal erst 30 Jahren zurückgetreten, was hat Dich dazu bewegt?
Antwort:
Die unterschiedlichsten Dinge, ein Grund ist das gestiegene Niveau der Landesliga, dass nur mit enormen Zeitaufwand möglich ist und diesen kann und möchte ich so nicht mehr aufbringen.
Zudem, habe ich einfach nicht mehr die Motivation, mich Jahr für Jahr neu beweisen zu müssen, wenn am Ende die Einsatzzeiten trotzdem sehr gering sind. Irgendwann kommt der Punkt, an dem man seine Freizeit anders nutzen möchte – und dieser Punkt war für mich erreicht.
Frage: Gibt es eine Chance, dass Du doch noch eine zehnte Saison für den EVP spielen könntest?
Antwort:
Möglich ist natürlich immer alles, aber da müsste schon einiges zusammen kommen.
Da müssten einige ausfallen und ich auch fit sein, dass die Verantwortlichen mich fragen würden auszuhelfen. Aber da können wir realistisch bleiben, das wird nicht passieren.
Frage: Viele Deiner Kameraden sagen, dass es jetzt schon bei den Trainingseinheiten merklich ruhiger geworden ist, scheinbar wirst Du schon vermisst, oder?
Antwort: Ich hoffe doch dass dies so ist, ich glaube aber auch, der ein oder andere vermisst genau das nicht.
Frage: Nach so langer Zeit, ohne Eishockey, wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus und werden wir Dich trotzdem wieder im Pfrontener Eisstadion sehen?
Antwort: Puhh, gute Frage, damit habe ich mich noch gar nicht befasst, stand jetzt steht meine Tochter im Vordergrund.
Ich war jetzt 28 Jahre in Pfronten auf dem Eis, bin jetzt im Sommer zum Inlinen in der Halle gewesen und habe mich schon für die AH gemeldet von demher, ja man wird mich auch wieder im Eisstadion sehen, allerdings in der Inaktiven Rolle des kritischen Zuschauers. Ob die Zukunft einen anderen Posten bringt weiß ich noch nicht.
Der Mannschaft, dem neuen Trainerteam und dem Verein wünsche ich jedenfalls eine Gute Saison, mit tollen Playoffs



