Falcons müssen sich in der Verlängerung geschlagen geben

Mit 4:5 (2:2/0:2/2:0/0:1) mussten sich die Falcons am Freitag Abend den Gästen des EV Bad Wörishofen in der Nachspielzeit geschlagen geben.

Nach gutem Beginn und den ersten guten Chancen, nutzte Johannes Friedl in der 6. Minute einen Fehler der Defensive der Gäste eiskalt aus und schoss zum 1:0 ein. Knapp zwei Minuten später konnten die Gäste durch Christoph Seitz (Scholz/Münch) eine ihrer ersten Chancen jedoch direkt zum Ausgleich nutzen. Doch die Hausherren blieben dran und erspielten sich weiterhin viele Chancen, die zunächst jedoch von Torhüter Andreas Nick vereitelt werden konnten. In der 13. Minute war allerdings auch er machtlos, als Joel Titsch eine schöne Kombination über Moritz Lochbihler und Matthias Ziegler zum 2:1 abschloss. Aber auch diese Führung hielt nur kurz, denn bereits 66 Sekunden später gelang den Kneippstädtern der erneute Ausgleich zum 2:2 und wieder hieß der Torschütze Christoph Seitz (Münch). Im Mitteldrittel konnten die Pfrontener nun ihre gute Leistung nicht bestätigen, so dass die Gäste immer mehr ins Spiel gebracht wurden und diese nun ihrerseits ein Chancenplus verzeichnen konnten. In der 38 Minute sollten diese Chancen dann auch Zählbares einbringen. Zunächst war es Patrick Münch (Seitz), der einen Fehler der Falcons-Abwehr zum 2:3 nutzte, nur 8 Sekunden später lag die Scheibe erneut im Kasten von Franzsika Albl, verursacht durch ein unglückliches Eigentor. Der Treffer wurde Wölfe-Spieler Franz Schmidt zugesprochen. Nun leisteten sich die Pfrontener auch noch unnötige Strafzeiten, welche zur Folge hatten, dass der Schlussabschnitt mit einer doppelten Überzahl der Gäste begann, da Dennis Gröger eine Zwei-Minuten-Strafe absitzen musste und Pfrontens Mannschaftskapitän Matthias Ziegler, mit einer 5+Spieldauerstrafe belegt, bereits in die Kabine verblieb. Die Vorentscheidung lag somit in der Luft, doch die Mannschaft von Trainer Gerhard Koziol zeigte Moral und wehrte sich erfolgreich gegen einen weiteren Gegentreffer. Als den Falcons im Anschluss die Zeit davonzulaufen schien, zog Pfrontens Verteidiger Johannes Albl von der roten Linie ab und überwand mit seinem satten Schlagschuss den Wörishofener Schlussmann, da diesem beim Versuch den Schuss abzuwehren der Torwartschläger brach. Dieser Treffer in der 50. Minute verfehlte seine Wirkung nicht und die Hausherren legten noch einmal einen Zahn zu und sollten für ihren Aufwand belohnt werden, denn in der 52. Minute erzielte Falcons-Torjäger Joel Titsch auf Zuspiel von Dennis Gröger und Johannes Friedl den vielumjubelten Ausgleichstreffer. Dieses Ergebnis sollte bis Ablauf der regulären Spielzeit Bestand halten, so dass die Entscheidung in der Verlängerung gefunden werden musste. Als gerade einmal 22 Sekunden gespielt waren, sprachen die Unparteiischen zunächst eine Strafzeit gegen Joel Titsch aus und keine Minute später, musste auch noch Johannes Albl auf die Strafbank, da die Schiedsrichter seinen Einsatz als Beinstellen ahndeten. Diese Herausstellungen sollten am Ende entscheidenden Einfluss auf den Spielausgang nehmen, denn Patrick Münch (63.) konnte diese Überzahlsituation nach Vorarbeit von Franz Schmidt und Simon Hassmann zum 4:5 nutzen und den Wölfen somit den Zusatzpunkt sichern. Dementsprechend zufrieden zeigte sich Gäste-Trainer Andreas Nuffer nach dem Spiel: „Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Spiel meiner Mannschaft. Wenn man bedenkt, dass viele Spieler aus der 1b-Mannschaft und der eigenen U20 stammen, dann kann man mit der Leistung die die Mannschaft derzeit abliefert absolut zufrieden sein. Wir haben heute auswärts gegen eine Mannschaft gewonnen, die uns besonders zu Beginn erheblich unter Druck setzen konnte. Wir haben es jedoch geschafft dagegenzuhalten und konnten uns immer mehr steigern. Ich bin sehr zufrieden, ich denke mehr konnte man nicht erwarten“. Trainer Gerhard Koziol haderte am Ende mit den Entscheidungen der Schiedsrichter, besonders in der Verlängerung, „Ich denke wir haben das erste Drittel dominiert und hätten durchaus mehr Tore erzielen können, mit dem zweiten Drittel hingegen kann ich wieder einmal nicht zufrieden sein. Meine Mannschaft hat sich jedoch zurückgekämpft und zumindest noch ein Unentschieden nach regulärer Spielzeit erreichen können. Die Strafzeiten in der Verlängerungen haben uns natürlich das Genick gebrochen, mit den Entscheidungen der Unparteiischen war ich demnach verständlicherweise nicht einverstanden, aber so ist es nun mal. Wir müssen weiter daran arbeiten unsere Fehler zu minimieren um am Ende über die gesamte Spielzeit unseren Plan umsetzen zu können.“, so Pfrontens Trainer nach der Begegnung. Strafzeiten: EV Bad Wörishofen: 8 Minuten; EV Pfronten: 12 Minuten + 10 Minuten für Friedl + 5 + Spieldauer für Ziegler. Knaebel, Jochen

 

 

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