Wichtige Bausteine für die neue Saison

Der Landesligist EV Pfronten hat mit Helmut Wahl einen neuen Trainer. Der will auf den Nachwuchs setzen – zwei Routiniers sollen die junge Garde anführen

 

Nicht wenige Fans des EV Pfronten sahen der neuen Spielzeit in der Eishockey-Landesliga bislang sorgenvoll entgegen – immerhin verlassen mit Torhüter Andreas Jorde und dem letztjährigen Topscorer Thomas Böck zwei Leistungsträger den Klub gen EV Füssen. Doch Bangemachen gilt nicht, wenn es nach dem neuen Trainer des EVP, Helmut Wahl, geht. „Ich gehe zuversichtlich in die Saison. Wir haben viel Potenzial im Nachwuchs, das muss man auch nutzen“, kündigt Wahl an, auf die Jugendspieler des Vereins zu setzen. „Klar: Die beiden Abgänge werden wir schon merken – sportlich tut uns das sicher weh. Aber in Pfronten gibt es eine super Jugendarbeit. Ich traue vielen Jungs den Sprung in die erste Mannschaft zu“, erklärt Wahl. Er weiß, wovon er spricht, betreute er doch zuletzt die Jugendmannschaft (U 18) der Pfrontener in der Landesliga und war gleichzeitig bereits Co-Trainer der Landesliga-Männer. Nun übernimmt er die Falken komplett und gibt dafür sein Amt beim Jugendteam auf. Auf dem Eis sollen Wahl in der kommenden Saison zwei Routiniers unterstützen: Wie der Verein bekannt gab, haben Florian Häfele (32 Jahre) und Benjamin Gottwalz (31) dem Klub für eine weitere Saison zugesagt. Damit kann Wahl auf zwei flexible Spieler zurückgreifen, die sowohl im Angriff als auch in der Abwehr eingesetzt werden können. „Ich erwarte natürlich, dass die erfahrenen Leute die Spieler aus dem Nachwuchs an die Hand nehmen und anführen“, sagt Wahl und ergänzt: „Anders geht es nicht. Ich bin früher auch an der Seite von zwei ehemaligen Kaufbeurern aufgelaufen – das hat mir sehr geholfen.“ Als Spieler stürmte Wahl hauptsächlich für die EA Kempten, die damals sogar ein Jahr lang in der zweiten Bundesliga antrat. Seit 1988 hat Wahl eine Trainerlizenz. Lange war er in seiner Heimatstadt Kempten, in der er heute noch lebt und arbeitet, für Nachwuchsmannschaften zuständig. Nach drei Spielzeiten als Coach im Memminger Jugendbereich, zog es Wahl dann zurück zur Talentschmiede der Kemptener. Es folgte eine Pause – die Rückkehr hinter die Bande kam 2015, als Wahl die Kleinstschüler und die Jugend in Pfronten übernahm. Der 49-Jährige tritt beim EVP die Nachfolge von Herbert Gmeinder (48) als Trainer der ersten Mannschaft an. Gmeinder hatte drei Jahre lang die Geschicke geleitet, trat nach der abgelaufenen Spielzeit aber zurück. Zuvor war der EVP im Viertelfinale der Play-offs in zwei Spielen (3:7 und 4:6) am späteren Bayernliga-Aufsteiger EC Bad Kissingen gescheitert. In Wahls Augen hätte die Reise noch weiter gehen können: „Vielleicht wäre sogar noch mehr drin gewesen, aber Bad Kissingen war sehr stark. Dass wir so früh auf so einen Gegner getroffen sind, war Pech – sie hatten immerhin acht Kontingentspieler.“ Wahl geht von einer langen Saison aus und fordert von seinen Mannen daher hohe körperliche Fitness. Gleichzeitig kündigt er an, durchgehend mit vier Reihen spielen zu wollen und hohen Wert auf Disziplin zu legen. Dabei appelliert er vor allem auch an den Teamgeist seiner Schützlinge: „Mir ist wichtig, dass die Jungs eine Mannschaft werden. Jeder ist wichtig, muss seinen Beitrag leisten, sich einbringen und immer bereit sein alles zu geben.“ „Wir müssen den Nachwuchsspielern eine Perspektive geben, auch in der Männer-Landesliga zu spielen“, sagt Wahl. Mit einer „gesunden Mischung aus Jung und Alt“ peilt er für die kommende Saison mindestens einen Platz unter den besten Fünf der Hauptrunde an.

Von Jan-Mirco Linse

 

 

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